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Der Bienenschwarm – Bienen auf Wohnungssuche

Ein Bienenschwarm ist ein faszinierendes Schauspiel der Natur. Tausend Bienen verlassen dabei gleichzeitig mit der Königin das alte Volk und machen sich auf die Suche nach einer neuen Behausung.

Das Schwärmen stellt den natürlichen Vermehrungsprozess der Bienen dar. Während die meisten Tiere, wie auch der Mensch, sich mit der Schaffung einzelner Indivduen vermehren macht es bei den Bienen nur Sinn wenn ein neues Volk (der sog. Bien) entsteht. Nur als Kollektiv sind Bienen überlebensfähig, daher teilt sich der Bien beim Schwarmprozess in zwei einzelne Völker.

Doch was löst den Bienenschwarm aus? In erster Linie ist dies die Natur, der sogenannte Reproduktionsdruck. Das Bienenvolk wächst zu Beginn des Frühjahrs stark, dadurch wird das Platzangebot im bisherigen Stock irgendwann zu klein. Das Volk muss sich teilen. Das Bienenvolk beginnt damit, spezielle Brutzellen, sogenannte Weiselzellen, zu errichten, in denen junge Königinnen heranwachsen. Am sechzehnten Tag nach Eiablage ist die Entwicklung der jungen Bienenkönigin beendet und sie kann schlüpfen. Etwa eine Woche vorher kann es zum Auszug des Bienenschwarms kommen, wobei die alte Bienenkönigin mit gut der Hälfte der Bienen und einem Futtervorrat in den Honigblasen den Stock verlässt. Dabei quellen innerhalb kürzester Zeit tausende Bienen aus dem Flugloch, wie ein Wasserfall. Ein gewaltiges Summen erfüllt die Luft während sich die braune Wolke aus Bienen am Hinmmel bewegt. Der Schwarm sammelt sich nach dem Auszug als riesige Traube an einem nahen Ast oder ähnlichem. Von dort aus begeben sich Kundschafter auf die Suche nach einer neuen „Wohnung“ und erforschen alle geeigneten Hohlräume der Umgebung. Das kann ein hohler Baum, ein leerer Bienenkasten oder auch ein Schornstein sein, der einen Bienenschwarm anlockt. Das favorisierte Volumen für eine geeignete Höhle liegt bei ca. 40L. Dies ist eine Größe, die die Bienen gut gewärmt bekommen und in dem das Volk ausreichend Platz für Brut und Wintervorrat hat.

Meist zieht der Schwarm vor dem Einbruch der Nacht in die neue Behausung ein. Es kann jedoch auch sein, dass die Traube mehrere Tage am Baum verweilt bis sie fündig wird.

Ein Bienenschwarm ist völlig harmlos, da sie als Schwarm keinen Stock haben den sie verteidigen müssen. Solange man Abstand hält kann nichts passieren. Also immer erstmal Ruhe bewahren, beobachten wo sich die Bienen sammeln und dann kann das Volk mit Unterstützung eines Imkers oder etwas Erfahrung eingefangen werden. Gartenbesitzer, die einen Bienenschwarm entdecken sollten versuchen einen Imker zu informieren, die meist gerne den Bienenschwarm abholen. Adressen von Imkern bekommt man über die Feuerwehr, Imkervereine oder das örtliche Umweltamt.

Ein ganz besonderes Naturspiel, ist nach dem Einfangen eines Schwarms, das Einlaufen lassen der Bienen in eine neue Beute. Mit Pheromonen beim sogenannten Sterzeln weisen die Bienen am Eingang der neuen Behausung den folgenden Bienen den Weg. Wie eine Flüssigkeit drängt die Bienenmasse in den Stock, sobald auch die Königin ihren Weg ins innere gefunden hat. Sofort fängt das neue Volk mit dem Wabenbau an und ein neues Leben startet. Ebenfalls geht es im Volk weiter aus dem der Schwarm ausgezogen ist. Hier schlüpft eine neue Königin, die nach der Begattung beim Hochzeitsflug das Brutgeschäft fortsetzt.

Das Schauspiel des Schwärmens ist wahrlich eines der spannendsten Momente der Imkerei. Die Vermehrung durch das Schwärmen hat zudem viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bienen. Durch die Brutpause und die Teilung des Volkes wird der Befall durch die Varroamilbe stark gesenkt und die Milbe in ihrer Entwicklung gestört.

Wer jedoch in den ersten Jahren das Schwärmen erstmal verhindern möchte kann auch einen Ableger aus Brutwaben bilden, wie das sonst in der Imkerei zur Steigerung des Honigertrags gemacht wird.

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